Ein besonderer Platz mit Erinnerungen

Aktualisiert: Okt 29

Dem ein oder anderen in Diemelsee wird der Hausname „Gipsmüllers“ noch ein Begriff sein. Die Gipsmühle befand sich in der Adorfer Heimbicke. Familie Drinhaus, die ihren Ursprung in der Gipsmühle hatte, übernahm diesen Namen als Hausname bei Ihrem Umzug in die Giershagener Straße. Später heiratete die Mutter des Hauses, Elisabeth Drinhaus einen Herrn Krauß. So viel vorab zur Familiengeschichte.


Heute möchten wir euch über "Gipsmüllers Enkel" Herrn Michael Krauß und seine Motivation berichten, den Adorfern eine Bank zu spenden.



Im September 2019 verstarb Elisabeth Krauß, die Mutter von Michael Krauß im Alter von 71 Jahren. Was jedoch bleibt, sind gemeinsame Erinnerungen an die schöne Zeit in der Heimat. Wenn Michael zu Besuch kam, genossen die beiden zusammen mit Oma Margarethe oft die gute Aussicht auf Adorf. Der Aussichtsplatz neben der Dansenberghalle nahe des jüdischen Friedhofs gelegen, wurde ein besonderer Platz für die Familie Drinhaus.


„Von dort aus hatten wir einen ganz wunderbaren Blick auf die Kirche und über den gesamten Ortskern,“ erinnert sich Michael Krauß. Sie saßen dort öfter auf einer Bank und nutzten die Zeit für Gespräche. Im Jahr 1955 zogen die Großeltern Margarethe und Werner Drinhaus nach Sulzbach. Das Haus in der Giershagener Straße wurde vermietet bis es dann im Jahr 2007 an ein junges Paar verkauft wurde.

Im Juni dieses Jahres kam Herrn Krauß die Idee, in Gedenken an die Familie, eine Sitzbank bei der Schreinerei Graf in Auftrag zu geben und diese zu stiften. In Anlehnung an den Hausnamen, soll die Bank die Aufschrift „Gipsmüllers Ruheplätzchen“ haben und an dem Lieblingsaussichtsplatz der Familie, oben auf dem Dansenberg, platziert werden. Der Vorhaben konnte heute umgesetzt und eingeweiht werden.

Am heutigen Mittwoch wurde die Bank im Beisein von Hans Hiemer als Vertreter der Gemeinde, dem Ortsvorsteher Bernd Becker, dem Schreinermeister Carsten Graf und Mike Fieseler vom Verein „Adorf 1120“ und natürlich Herrn Michael Krauß im Rahmen des Ortsjubiläums „900 Jahre Adorf“ übergeben.

„Es ist mir ein Anliegen, dass sich viele Adorfer und auch auswärtige Gäste an diesem sonnigen, aussichtsreichen Platz erfreuen. Außerdem bedanke ich mich bei allen Beteiligten für diese Möglichkeit, die Bank dort aufzustellen und die zugesagte Pflege“, so Herr Krauß, der einen schönen Gruß über Herrn Hiemer an Herrn Volker Becker ausrichten ließ.

Der Ortsvorsteher Bernd Becker bedankte sich ebenfalls im Namen des Dorfes und im Namen der anderen Teilnehmer und erklärte dafür Sorge zu tragen, dass der Blick auf Adorf freigeschnitten bleibt.



Hier geht es zu unserem Dorfkalender


Wöchentlicher Newsletter